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Spay

 

Der Name Spay scheint keltischen Ursprungs zu sein. Aufgrund der mittelalterlichen Schreibweise gibt es keine eindeutige Klärung, doch wäre auch eine Abteilung des Namens von dem Wort »spah« = Spähen möglich, wobei man auf die Lage des Ortes schließen kann, der hier durch die starke Krümmung des Rheins ähnlich einer Landzunge in den Fluss ragt und dadurch einen weiten Überblick, also einen idealen Ort zum »Spähen«, bietet.

Nach Beendigung der Römerherrschaft Mitte des 5. Jahrhunderts wurde das Gebiet Teil des ostfränkischen Königreichs. 843 im Vertrag von Verdun kam es unter den Karolingern an Lothringen und kurz darauf an Frankreich. Erst im Jahre 925 wurde es vom Sachsenkaiser Heinrich I zurückgewonnen. Die älteste Urkunde, in der unter anderem auch »Spay« unter den Schutz Ludwigs des Frommen genommen wurde, geht auf das Jahr 816 zurück.

Die geographische Lage von Spay ließ den Bewohnern in wirtschaftlicher Hinsicht zahlreiche Möglichkeiten offen. Früher lebte ein Großteil als Fischer. Der heute noch geläufige Spitzname »Salmeknüppel« weist auf die Zeit hin, in der man als Salmenfänger seinen Lebensunterhalt verdiente.

Die im 19. und 20. Jahrhundert wachsende Schifffahrt auf dem Rhein mit seinen Klippen und Bänken ließ ein Lotsenwesen entstehen, an dem auch Spay als Lotsendorf seinen Anteil hatte. Die Lotsen gehörten bald zu den wohlhabendsten Bürgern.

Heute, nach dem Ausbau des Mittelrheins als Schifffahrtsstrecke, wobei die gefährlichsten Felsen gesprengt und die Tiefe gleichmäßig ausgebaggert wurde, hat das Lotsenwesen an Bedeutung verloren.

Spay ist aber auch schon seit über 80 Jahren Industrie-Standort. Im Jahre 1921 wurde von Josef Becker die Schottelwerft gegründet, die heute eine Belegschaft von mehr als 300 Mitarbeitern hat und vor allem durch ihre Schiffsantriebe bekannt ist.

 

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