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Osterspai

 
Das Fachwerkdorf liegt unterhalb des Schlosses Liebeneck, Spay gegenüber. Auch hier wird Obstanbau betrieben. Osterspai hat seit 1326 Stadtrecht. Zwischen Rheinuferstraße (B 42), Burgstraße, Hauptstraße und Probststraße liegen die aus dem Mittelalter stammende ehemalige Wasserburg und die benachbarte Kapelle, die St. Petrus hieß, aber nach neuerer Erkenntnis wohl einst dem Heiligen Jakobus geweiht war und eine Station auf dem Weg der Jakobus-Pilgerschaften gewesen ist. Von der ursprünglich von Gräben umschlossenen Burganlage ist nur noch ein viergeschossiger Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert erhalten. 1910 wurde dieser durch den Anbau eines Fachwerkwohnhauses erweitert. Die Kapelle St. Jakobus (früher St. Petrus) ist ein Bau des 13. Jahrhunderts, ein doppelgeschossiger spätromanischer Rechteckbau. Unter der Ausmalung des 18. Jahrhunderts kamen bei einer Restaurierung umfangreiche Reste der ursprünglichen Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert zum Vorschein. Die katholische Kirche St. Martin liegt am Rand des ursprünglichen Ortskerns. Das Schiff ist später durch den eingezogenen Chor erweitert worden, der dreigeschossige Turm durch einen achteckigen Aufbau. Teile des Westturms stammen aus dem 12. Jahrhundert, der Oberbau von 1837/38. Das Schiff stammt aus den Jahren 1778/79. Auch Osterspai ist besonders reich an Fachwerkbauten, entstanden zwischen 1660 und dem 18. Jahrhundert. Sie zeigen einen beachtlichen Reichtum an Formen und Details, man sollte sie sich bei einem gemütlichen Bummel erschließen. An der Elligstraße liegt der ehemalige jüdische Friedhof, dort sind aber nur noch vier Grabsteine aus den Jahren 1917 bis 1922 vorhanden.

Schloss Liebeneck, das Jagd- und Sommerschloss der Herren von Liebenstein aus der Zeit um 1700, zweigeschossig angelegt mit Turm, wurde im 19. Jahrhundert kräftig umgebaut. Es teilt mit Liebenstein und der Wasserburg die wechselnde Besitzgeschichte, seit 1793 gehört es den Freiherren von Preuschen. Es ist zur Zeit nicht zugänglich, über eine neue Nutzung wird nachgedacht. Zum Schloss gehört ein Hofgut mit aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden Gebäuden.

Um den Ort herum befinden sich ausgedehnte Wander- und Radwege. Weder ein Tennisplatz noch gemütliche Lokale fehlen, um es dem Gast gemütlich und abwechslungsreich zu gestalten.

 

Textfassung aus »Der romantische Rhein« von Thomas Krämer, ©Rhein-Mosel-Verlag

 

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