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Oestrich-Winkel

 

Wo die Südhänge des Taunus zum Rhein ein fruchtbares, altes Kulturland bilden, liegt zwischen Wiesbaden und dem Binger Loch der Rheingau mit einer Kette reizvoller Dörfer und Städte
 Oestrich-Winkel.

Die für ihre Rieslingweine bekannte, größte Weinbaugemeinde im Rheingau besteht aus den Ortsteilen Oestrich, Mittelheim und Winkel und liegt an der breitesten Stelle des Mittelrheins, gleichzeitig eine der regenärmsten im Land.

Der Ortsteil Oestrich hat neben schönen Fachwerkhäusern den Rheinkran von 1745 zu bieten. Die Pfarrkirche St. Martin stammt in ihren Anfängen aus dem 10. Jahrhundert. Der Turm entstammt dem 12., das Schiff dem Jahre 1508, Ende des 19. Jahrhunderts renoviert. Die dreischiffige Hallenkirche enthält ein Heiliges Grab von 1440, wenige Ausstattungsstücke des 16. und 18. Jahrhunderts, der Rest ist neugotisch. Schloss Reichartshausen mit schönem Park und Klosterkeller aus dem 12. Jahrhundert wurde als Hauptkellerei des Klosters Eberbach genutzt, die Gebäude stammen in ihrer heutigen Form aus dem 18. Jahrhundert, die künstliche Ruine kam 1894 dazu.

In Mittelheim ist das Sehenswerteste die Basilika St. Aegidius, erbaut bis 1170 und fast unverändert erhalten. Sie enthält eine herausragende Kanzel von 1511.

Winkel beherbergt mit dem »Grauen Haus« das vermutlich älteste bewohnbare Steinhaus Deutschlands, entstanden im 9. Jahrhundert (oder im 12., aber selbst dann …). Die Pfarrkirche St. Walpurgis hat ebenfalls ihre Wurzeln in dieser Zeit als Wirkungsstätte des Mainzer Erzbischofs Rhabanus Maurus. An ihn erinnert ein Denkmal vor der Kirche. Von dem Bau des 12. Jahrhunderts überlebte der Glockenturm, der Rest bewegt sich zwischen Spätgotik und Barock. Er enthält die Grablege der Herren von Greiffenclau, Besitzer von Schloss Vollrads mit dem markanten Wohnturm aus dem frühen 14. Jahrhundert, Schlosshof und Gärten. Das Schloss, 1680 erbaut, ist inzwischen ein berühmtes Weingut, im Namen Matuschka-Greiffenclau lebt die Tradition fort, ein Gutsausschank ist vorhanden. Bettina von Brentanos Wohnsitz, das Brentano-Haus, hat heute die Adresse Am Lindenplatz 2. Erbaut 1751, wurde es von den Brentanos 1804 erworben, und bietet (nach Anmeldung) allerlei Zeitkolorit. Möbel, Gemälde, die Bibliothek, es scheint, als ob die illustren Gäste wie Bruder Clemens, die Gebrüder Grimm, Wieland, Savigny oder Beethoven kurz fort gegangen wären. Goethe war natürlich auch zu Gast, ihm ist ein ganzes Zimmer gewidmet und Caroline von Günderode, die sich hier in Winkel am 26.07.1806 im Rhein das Leben nahm und auf dem Friedhof im Ort beigesetzt ist.


Sportliche Möglichkeiten wie Minigolf, Rudern und Paddeln bestehen. Zum Rudern existiert eine Regattastrecke.



 

(Text aus »Der romantische Rhein« von Thomas Krämer, ©Rhein-Mosel-Verlag)


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